In der Todeszone des Cho Oyu

Die "Göttin des Türkis", der 8201 Meter hohe Cho Oyu, liegt am Hauptkamm des zentralen Himalaja und stellt die Grenze zwischen Nepal und Tibet dar. Er gilt als einer der leichteren Achttausender. Und dennoch war die Cho-Oyu-Expedition, von der diese Diareportage berichtet, neben unserem Gipfelerfolg geprägt von Unglücksfällen: Ein Spanier konnte erst nach zwei Tagen, die er im Freien auf etwa 8000 Metern Höhe zugebracht hatte, dank einer beispiellosen Rettungsaktion geborgen werden. Eine Ärztin kämpfte im Basislager mehrere Tage lang um sein Leben. Später galt es einen Deutschen und zwei Österreicher, die in Not geraten waren, zu retten. Und mein Bergkamerad und Freund Sorin Nistor erlitt schwere Erfrierungen an mehreren Fingern, die ihn ein volles Jahr lang in die Behandlung deutscher Spezialärzte zwangen.

Expedition Cho OyuIn dieser Diareportage stehen wie selten die Schönheit und Faszination eines Achttausenders, der Gipfelerfolg und das dabei empfundene Glück den Tragödien gegenüber, die ein solcher Eisriese heraufbeschwören kann. Diese Bilder erzählen von dem eisernen Willen, dem bedingungslosen Zusammenhalt und der schier übermenschlichen Kraft, die herausragende Alpinisten trotz der eigenen Strapazen mobilisieren können, wenn es um das Überleben ihrer Kameraden geht. Begleiten Sie mich und meine Bergfreunde Helmut Hackl, Sorin Nistor und Michael Beuter bei dieser Grenzerfahrung an der "Göttin des Türkis".

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