Die höchsten Berge der Welt, alle 14 Achttausender und unzählige teils noch unbestiegene Sechs- und Siebentausender, reihen sich in dem einen Gebirgszug, der vom südchinesischen Himalaja bis tief ins mongolische Altai reicht. Jede dieser Gebirgsregionen hat ihren unverwechselbaren Charakter, die dort ansässigen Bergvölker ihre eigene Kultur und die Vegetation der Gebirgstäler ihren ganz speziellen Zauber. Entdecken Sie mit mir die einzigartige Vielfalt dieses höchsten Gebirszugs unserer Erde!
Nach meinen Diareportagen In der Todeszone des Cho Oyu und Bergabenteuer Afrika arbeite ich nun seit mittlerweile acht Jahren an meinem bisher umfangreichsten Projekt: Abenteuer Eishölle.
Expedition 2001: Mount EverestDer höchste Berg, das Dach der Welt - um kaum einen anderen Berg ranken sich ähnlich viele Mythen wie um den Mount Everest (8844 Meter), dem Grenzberg zwischen dem nepalesischen Khumbu-Himal und Tibet. Die Nepalis nennen ihn Sagarmatha, die „Himmelsgöttin”, die Tibeter Jo Mo Klungs Ma, die „Mutter des Universums”. Unsere Aufstiegsroute führte vom nepalesischen Basislager (ca. 5100 Meter) durch den Khumbu-Eisbruch und die Lhotseflanke zum Südsattel und schließlich zum Südgipfel. Dank guter Lichtverhältnisse sind mir hier spektakuläre Bilder vom unberechenbaren, gefürchteten Khumbu-Gletscher, Spalten und Lawinenabgängen gelungen. |
Franziskaner-TagebuchEverest-Expedition 2001 Sie benötigen zur korrekten Anzeige JavaScript © 2001, Franziskaner Weissbier |
Als zweithöchster Gipfel des „Himmelsgebirges”, des Tien Shan, zählt der Kan Tengri zu den schweren und gefährlichen Siebentausendern Asiens. Im kasachischen Teil des Gebirgsmassivs gelegen ragt er in unmittelbarer Nähe des Peak Popeda (7439 Meter) imposant auf. Besonders berüchtigt ist der "Herrscher des Himmel" (chin. Kan Tengri) für seine rauen Wetterbedingungen, die gigantischen Schneelawinenabgänge und gefährlichen Spaltenlabyrinte. Zwei Jahre hintereinander waren wir am Berg: 2003 an der Inylchek-Nord-, 2004 an der Inylchek-Südroute. Die dabei entstandenen Bilder dokumentieren vor allem die Gewalt und Gefahr dieses besonderen, furchteinflößenden Eisriesen.
Expedition 2005: Gasherbrum II (8037 Meter)Mitten im Karakorum gelegen ragt der Gasherbrum II imposant in unmittelbarer Nähe zum schwersten aller Berge empor, dem K2. Diesen Gasherbrum II hatten wir uns im letzten Jahr zum Ziel gesetzt. Zusammen mit Andi Seiler und acht italienischen Bergsteigern brachen wir am 14. Juni auf. Der Weg zum Basislager (auf ca. 5000 m) führte uns entlang des wilden Flusses Indus und des riesigen Baltoro-Gletschers bis zu dessen Ursprung am Baltoro Kangri. Bei bestem Wetter zeigten sich uns die Gipfel des Masherbrum (7821 m), Torre Mustagh (7273 m), Broad Peak (8051 m), K2 (8611 m) und Gasherbrum V (7321 m) von ihrer besten Seite. Knapp zwei Monate hatten wir für die Gipfelbesteigung im klassischen Expeditionsstil eingeplant.
Schlechtes Wetter und große Mengen an Neuschnee machten jedoch in diesen sechs Wochen den Gipfelversuch zum unkalkulierbaren Risiko. Der Bergsteiger in mir musste zurückstecken, nicht aber der Fotograf: einzigartige Lichtstimmungen, gigantische Lawinenabgänge und das angespannte Warten der Extrembergsteiger im Basislager - all das konnte ich auf Bildern festhalten, die die Faszination einer 8000er-Expedition ebenso zeigen wie den Schrecken, die Gefahr und Frustration.
Bilder vom Gasherbrum II finden Sie hier.
Die letzte Oase unbehelligter tibetischer Kultur: Nördlich der beiden Eisriesen Annapurna und Dhaulagiri liegt das sagenumwobene, kleine Königreich Mustang, in dem noch heute mehrere tausend Tibeter so leben, wie ihre Vorfahren es bereits vor Jahrhunderten taten. Ehemals unabhängig und heute von Nepal verwaltet, ist diesem Volk die chinesische Kulturrevolution und damit das Schicksal Tibets erspart geblieben. Bis vor 25 Jahren war dieses Stückchen Hochwüste zudem nahezu jedem Fremden und damit äußeren Einflüssen verschlossen. Erst seit 1991 ist es mit Sondererlaubnis für bis zu 1000 Besucher pro Jahr zugänglich.
Tauchen Sie mit mir ein in eine Welt, in der noch die Natur das Sagen hat und die Menschen um deren Gewalt ebenso wissen wie um deren Schätze. Unser abenteuerlicher Treck führt zunächst entlang der Jahrhunderte alten Salzstraße zur mittelalterlichen Hauptstadt Lo Manthang, unweit der tibetischen Grenze. Von dort durchqueren wir auf der Ostroute Wüstenregionen, die bisher nicht mehr als ein Dutzend Fremde betreten haben. Erleben Sie die unbeschreibliche Vitalität dieser Menschen, die Tag für Tag den strengen Winden und der Mühsal eines gänzlich unmotorisierten Lebens auf weit über 3000 Metern Höhe trotzen. Mit dem einen Ziel: das tägliche Überleben zu sichern, durch Ackerbau und Viehzucht auf einem unsäglich kargen Land. Lassen Sie sich verzaubern von den einzigartigen, goldgelben Felsformationen, der ewig weiten, von Flusstälern zerfurchten Lehmwüste und der Spiritualität der uralten Klöster mit ihren offenherzigen Mönchen.
Die Dokumentation über dieses ebenso beeindruckende wie abenteuerliche Land inmitten des höchsten Gebirgszugs der Welt zeige ich als Teil meiner Multivisions-Show "Abenteuer Eishölle".